Familien als Kern-Zielgruppe

Liebe Freunde, die traditionelle Familie wird heute von „Mainstream-Journalisten“ gerne als Auslaufmodell dargestellt. Keiner hat mehr den Mut, für die traditionelle Familie zu kämpfen. Obwohl diese laut den letzten Shell-Studien zum Thema „Wünsche von Kindern“ immer ganz oben auf der Liste steht. Und obwohl sie eine äußerst ökologische Lebensform ist (z.B.: 4 Menschen = 1 Wohnung, 1 Heizung, 1-2 Autos, weniger Verschwendung). Bekannte politische Parteien richten ihr Fähnchen nach dem „Journalisten-Mainstream“ und machen noch so ein bisschen Familienpolitik, beschränkt auf Geld. Was Familien aber leisten wird nicht mehr öffentlich Wert geschätzt. Das Individuum wird gefördert. Depressionen und Aggressionen nehmen bei Kindern und Jugendlichen zu. Deshalb halte ich den Mainstream „Individual first“ grundlegend für den falschen Weg. Familiy first. Ich glaube, wenn wir die Wertschätzung von traditionellen Familien als einen Schwerpunkt setzen würden hätten wir viele Sympathien. Ich hätte deshalb gerne eine Hauptkategorie „Familie“.

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Deine Ansicht teile ich zu 100 %!
Familien müssen gefördert und unterstützt werden. Meiner Meinung nach müssen vor allem werdende Eltern/ junge Eltern u.a. die Möglichkeit bekommen, kostenfreie Seminare zu besuchen z.B. zum Thema Kindererziehung (Schreibabys, gerne lernen, Konzentrationsübungen für Kinder, wie beantworte ich „unangenehme“ Fragen etc.), gesundes Kochen, Haushalt organisieren. Das sind Punkte, die sich einfach anhören aber schnell zur Überlastung führen können und Überlastung führ oft zu Aggressionen.
Zusätzlich bin ich der Meinung, dass Eltern mit kleinen Kindern die Möglichkeit haben müssen auch Mal unter sich (ohne Kinder) sein zu dürfen, um die Beziehung zu pflegen oder einfach Mal allein zu sein. Oft beobachten wir, dass glückliche Paare an den Stress zerbrechen oder alleinerziehende Eltern vom ganzen Stress das Burnout nicht bemerken. Leider hat nicht jeder die Möglichkeit einen kostenfreien Babysitter (z.B. Oma/Opa) zu organisieren, um für ein Wochenende einfach nur Mensch sein zu können.
Eine Lösung dafür könnte sein, dass die Kinder z.B. zwei Mal im Jahr im Kindergarten/Grundschule übernachten können (Gedanke noch ausbaufähig). Fächer wie Hauswirtschaft können intergiert werden.
Natürlich verursacht es Kosten und die Organisation ist bestimmt nicht einfach, weil z.B. Geschwisterkinder berücksichtigt werden müssen, Betten und Räumlichkeiten müssen organisiert werden und vieles mehr. Aber ich denke, dass unsere Politiker so viel Geld aus dem Fenster schmeißen und für Projekte zur Verfügung stellen, die entweder nicht beendet werden oder völlig sinnfrei sin. Wenn diese unterbunden werden, kann ein Teil des Geldes für Familien/Kinder und Bildung zur Verfügung gestellt werden.
Eine Auszeit von zwei Mal im Jahr löst nicht alle Probleme, aber es ist eine Unterstützung für Eltern und ein Zeichen, dass sie nicht allein gelassen werden. Und es gibt tatsächlich Menschen für die ist so eine kurze Auszeit „Luxus“!
Langer Rede, kurzer Sinn. Die Hauptkategorie „Familie“ ist in meinen Augen kein Diskussionspunkt, sondern Pflicht :wink:, denn wir haben gerade jetzt zu Lockdown Zeiten erneut gespürt, wie wenig die Regierung an Familien und Kindern denkt. Eltern mussten von jetzt auf gleich Lehrer sein und weiterhin alle anderen Pflichten nachkommen. Keiner war unterstützend da, keiner hat den Eltern erklärt wie sie es bewältigen sollen und keinen interessiert es ob die Kinder hinterherkommen. Prüfungen werden gemacht, Noten vergeben und der Lernstoff wird durchgezogen!

Aber soweit ich es mitbekommen habe wird der Punkt „Familie“ mit aufgenommen sobald alles überarbeitet wird.

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Ebenfalls ein äußerst wichtiges Thema. Wenn wir in unserer Gesellschaft es schaffen das „Familien und Familienzusammenhalt“ wieder einen größeren Stellenwert gewinnt, dann fördern wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt als Ganzes.

Dann schlage ich hiermit (Detlevs Vorschlag folgend) eine Arbeitsgruppe vor, die dieses Thema näher beleuchtet und so für den Vorstand aufbereitet, dass es in unser Wahlprogramm aufgenommen werden kann. Ich wäre gerne bei dieser Arbeitsgruppe dabei! Beste Grüße Uwe

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Ich würde es auch gut finden.

@Andi du hast hier schon dementsprechend Erfahrung und könntest beim Thema unterstützen bzw Vorlagen bereitstellen

Ich möchte gerne für die Diskussion zum Theme Familie ein/zwei Kontrapunkte setzen, weil ansonsten ja alle diesen Punkt eh nur gut und richtig finden (und dann hilft er uns ja nicht weiter):
Niemand diskutiert noch ernsthaft darüber, zur traditionellen Lebensweise zurückzukehren, also z.B. ländliche Großfamilien.
Niemand diskutiert noch ernsthaft darüber, aus unserem Leben die Mobilität wieder auf traditionelle Ansätze zurückzufahren, um z.B. lange Arbeitswege zu vermeiden
Niemand diskutiert noch ernsthaft darüber, dass Kinder grundsätzlich in den Beruf des Vaters einsteigen sollen, da das in der Familie ja so üblich ist
Niemand diskutiert noch ernsthaft darüber, dass der erstgeborene Sohn alles erbt.
Weitere Beispiele gibt es zu Hauf.
Verstehe ich den Ansatz richtig, dass wir ernsthaft darüber diskutieren, dem traditionellen Familienmodell zu eine Renaissance zu verhelfen, also tutto kompletti mit Frau am Herd, 1x die Woche wird gebadet und Papi zuerst, der Mann ist der Allleinversorger, die Frau kümmert sich um den Haushalt, …
Denn DAS ist die „TRADITIONELLE Familie“.

Ich tue das nur selten hier im Forum, aber ich empfehle, bei den Begriffen sorgfältig abzuwägen, was genau man meint bzw. welche Eindruck entsteht. Und um das hier klar zu betonen: ich bin ein ausgewiesenen Freund von Tradition, aber wen wunder es jetzt noch, ein Gegner von traditionell, weil dies in meinem Weltbild eine viel z starke Komponente enthält, dass das dann auch gemacht werden MUSS, nicht kann.

Ich bin ebenfalls ein Freund der Familie (sonst hätte ich auch keine) und sie soll auch unbedingt gefördert werden. In jeder Ausprägung, die die junge Generation für sinnvoll hält. Sollen sie doch experimentieren. Wie heißt es so schön - man soll der Jugend keine Ketten anlegen - auch nicht bei dem von ihnen präferierten Familienbild.
Aber es gilt genau herauszuarbeiten, welche Förderung benötigt wird und wie diese Förderung am besten bei denen ankommt, die sie brauchen. Wir dürfen Kinderförderung nicht mit Familienförderung vermischen, sonst enden wir beim Gieskannenprinzip.

Ab jetzt kann ich fast allem, was oben geschrieben wurde, vollen Herzens zustimmen.
Erlaubt mir aber noch zwei Schlussbemerkungen, also weiter Kontropunkte.
Wenn wir das bedingungslose Grundeinkommen einführen (1200 € pro Nase inkl. Kinder) gibt es für derartige Planungen kaum noch Geld und falls doch muss der Bedarf ganz anders bewertet werden, weil es dann keine bedürftigen Familien mehr gibt. Das dürfte viele bisherigen Unterstützungskonzepte komplett über den Haufen werfen.
Und wenn ich mir anschauen, wer bisher hier kommentiert hat (inkl. mir) und ich bete darum, dass sich das bald ändert, sind das überwiegend (mea culpa) alte, weiße Männer. Also genau die Gruppe an Menschen, die meiner Ansicht nach bei diesem Thema gar keine Aktien haben sollte? Wir haben die hierzu erforderlichen Entscheidungen für unseren Weg zur Familie nämlich längst getroffen. Wir sollen die nächste Generation beraten, aber eben nicht in Entscheidungsfunktion eingreifen.
→ Lasst uns die junge Generation fragen, was sie hier möchte, und uns dann deren Interessen vertreten. Auch dann, sollte eine Mehrheit weg wollen von der Familie. Das müssen die beiden Geschlechter nämlich unter sich ausmachen.

Das Ist Mein Vorschlag Für Die Zusammensetzung Der Arbeitsgruppe :couplekiss_man_woman:

Hallo Thomas, das was Du beschrieben hast ist ja nicht die „traditionelle Familie“, sondern eine „traditionelle / gestrige Lebensweise“. Mit „Traditionelle Familie“ ist eher eine „weitergegebene, ursprüngliche“ Lebensform „Familie mit Mann, Frau und eigenen Kindern“ gemeint. Die im Sinne der Kinder und mit der Absicht, gemeinsam einen gewissen Wohlstand für alle zu erschaffen, zusammenhalten. Die ein Nest für alle Familienmitglieder ist.

Da könnte man jetzt sagen, das geht mit Patchwork auch. Das glaube ich aber nicht so richtig. Wir zum Beispiel haben immer alle Feste gemeinsam in 1 Familie gefeiert. Später sind wir dann an Weihnachten und Ostern …etc. immer „nach Hause“ zu unseren Eltern gefahren und haben zusammen gefeiert. Wenn ich mir vorstelle, wir hätten am 1. Weihnachtsfeiertag zur Mama und am 2. Weihnachtsfeiertag zum Papa, die dann jeweils einen neuen Partner gehabt hätten, gemusst - ich glaube, das wäre nicht dasselbe gewesen. Oder schon früher als Kinder: wenn ich mir vorstelle, wir hätten als Kinder am 1. Feiertag zuhause mit Mamas neuem Partner oder mit ihr allein feiern müssen, und am 2. beim Papa mit seiner neuen Partnerin. Ich glaube, das hätte was mit uns gemacht. Laut diversen Umfragen wünschen die sich nichts mehr als ein intaktes Nest „Familie“.

Beim Weitergeben dieser natülichen Lebensgemeinschaft und -form gab es 1968 einen Riss. Obwohl man sich auch heute, wenn man heiratet, alles verspricht und einen Vertrag mit seinem Partner schließt. Und obwohl Kinder unter Trennungen leiden. Das interssiert aber viele Menschen nicht, die schauen mehr auf sich und suchen so lange nach Argumenten, die belegen sollen, dass das Kindern gar nichts ausmacht, bis es alle glauben. Und ausgerechnet die öffentlich-rechtlichen Medien unterstützen die dabei. Oft haben die, die da argumentieren, selbst gar keine Kinder oder Familie. So entsteht Mainstream.

Wir sind nicht ewig Gestrige, die das Rad zurückdrehen wollen. Aber wir denken auch nicht, dass jede Erscheinung des Zeitgeistes als gegeben hingenommen werden sollte, nur weil es Mainstream ist. Wir wollen dafür kämpfen, dass das Thema „Familie“ als ursprünglichste und natürlichste Ledbensform wieder in das Bewusstsein der Menschen gebracht wird. Wir wollen, dass der Staat Menschen extrem dabei unterstützt, Familie lange leben zu können statt viel Geld für Psychater für Eltern und Kinder auszugeben. Auch und gerade in einem modernen Umfeld, mit geänderten Rollen. Denn Familie und das was sie allen gibt ist zeitlos. Und vor allem: sie ist ökologisch die sauberste Lebensform.

Wir wollen, dass Familie auch im Mainstream wieder da ihren Platz findet, wo sie hingehört: in die Mitte. Schau Dich mal bei unseren europäischen Nachbarn oder auch sonst auf der Welt um: fast überall geht nichts über die Familie - egal, wie modern ein Staat ist. Und so plannen eigentlich unsere jungen Menschen hauptsächlich auch, wenn sie heiraten: traditionell für immer. Viele buchen sich zur Hochzeit sogar eine Kutsche. Um das zu schaffen sind aber sehr stark auch wir Männer gefragt. Wir sollten nicht jeder Versuchung erliegen und uns ein Bewusstsein dafür schaffen, was wir zu verlieren haben. Und was wir unseren Kindern wegnehmen. Das muss wieder rein in unseren Kopf und in unser Herz.

Um das zu untersützen habe ich auch einen Vorschlag: Kinder sollten eine Stimme bei Wahlen bekommen, die treuhänderisch von den Eltern abgeben wird. Beispiel: eine 5-Köpfige Familie hat bei Wahlen auch 5 Stimmen, eine 2-Köpfige Famile 2 Stimmen und ein Single 1 Stimme.

LG Uwe

Ich denke das es hier nicht um Tradition gehen sollte, sondern um die aktuellen Familien egal welcher Art zu unterstützen. Die Single Mamas und Papas haben ihr eigenes Päckchen, die Familien mit mehreren Kindern ein anderes. Nicht vorsagen was gemacht werden soll sondern ein Familienleben an der Stelle ermöglichen wenn es so gewünscht ist. Es gibt Menschen die keine Kinder oder Familie wollen. Es gibt Menschen die keine Kinder wollen weil die Karriere sonst Platt ist. Hier könnte eine bessere Möglichkeit geschaffen werden. Es gibt Menschen die keine Kinder wollen weil sie es sich finanziell nicht leisten können und es gibt Familien die auf Grund der Kinder in finanzielle Schieflagen geraten. Um es kurz zu halten, es gibt sicherlich viele Hebel die Familienstrukturen egal welcher Art zu ermöglichen, beruflich, privat und auch finanziell.
Warum ist das Wichtig?
Damit die Kinder (also unsere Zukunft) die dringend benötigten Werte und Strukturen für den Rest ihres Lebens im Kindesalter erhalten und zu tollen, gesunden (körperlich als auch psychisch) jungen Erwachsenen werden um das Leben und das Land der Zukunft zu prägen.
Aktuell erleben wir immer mehr die Verwahrlosung der Jugend weil die Eltern beide Vollzeit arbeiten müssen oder vielleicht sogar mehrere Jobs ausüben. Kriminelle Jugendliche die sich eher zu einem Ladendiebstahl hinreissen lassen um „im Trend“ zu sein weil sie sich die neuen Schuhe nicht leisten können. Jugendliche die in (Kriminellen) Gruppierungen den halt finden welcher aus welchem Grund auch immer nicht von der Familie erhalten wurde.
Ihr seht es gibt hier sehr viele Aspekte die eine gesunde Familie ausmacht.

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